Die Meggener Knappenkapelle lädt am Samstag, den 09. Mai 2026 herzlich zum Konzert in die Meggener Schützenhalle ein.
Beginn ist um 19:30 Uhr, die Karten kosten 10 € und können im Vorverkauf in den Apotheken in Maumke und Meggen erworben werden.
Das Konzert wird das vorerst letzte unter der Leitung von Ruwen Wesener sein. Ruwen hat sein Musikstudium beendet und wird für eine wöchentliche Probenarbeit zu weit entfernt stationiert sein. Die Musiker der Knappenkapelle bedauern den baldigen Abschied, freuen sich jedoch umso mehr auf das anstehende Konzert.
Einen festlichen und traditionsreichen Auftakt bildet der „Marsch nach Motiven der Oper ‚Die Regimentstochter‘“. Dieses Werk basiert auf Themen aus der Oper La fille du régiment von Gaetano Donizetti aus dem Jahr 1840. Die Originaloper erzählt die Geschichte der jungen Marie, die von einem Regiment großgezogen wurde. In der Marschfassung werden bekannte Melodien der Oper in einen straffen, rhythmischen Rahmen gesetzt. Besonders auffällig ist dabei die Verbindung von opernhafter Leichtigkeit mit der klaren Struktur eines Militärmarsches, wodurch das Stück sowohl unterhaltsam als auch repräsentativ wirkt.
Mit dem „Telefunken Marsch“ folgt ein klassischer Vertreter der deutschen Marschmusik. Komponiert von Carl Teike, einem der bedeutendsten Marschkomponisten Deutschlands, zeichnet sich das Werk durch klare Gliederung, prägnante Rhythmen und eingängige Melodien aus. Teike, der auch den bekannten Marsch „Alte Kameraden“ schuf, verstand es, Musik zu komponieren, die sowohl im Konzertsaal als auch im Freien ihre Wirkung entfaltet. Der „Telefunken Marsch“ steht exemplarisch für die Verbindung von musikalischer Tradition und dem technischen Fortschrittsgeist seiner Entstehungszeit.
Einen deutlichen Kontrast dazu bildet die „The Lion King Orchestra Suite“ aus dem Film The Lion King. Die Musik von Hans Zimmer kombiniert kraftvolle Orchesterklänge mit afrikanisch inspirierten Rhythmen und prägnanten Themen. Die Suite fasst zentrale musikalische Motive des Films zusammen und lebt vor allem von ihrer emotionalen Intensität und farbenreichen Instrumentation, die die Weite und Atmosphäre der afrikanischen Landschaft eindrucksvoll widerspiegelt.
Ebenso eindrucksvoll präsentiert sich die Musik aus „How to Train Your Dragon“ von John Powell. Die Filmmusik gilt als eine der prägendsten modernen Orchesterscores und überzeugt durch enorme Dynamik. Schnelle Wechsel zwischen ruhigen, gefühlvollen Passagen und kraftvollen, energiegeladenen Abschnitten spiegeln die Entwicklung der Figuren und die Abenteuer der Handlung wider. Besonders charakteristisch sind die Einflüsse keltischer Musik, die dem Werk eine unverwechselbare klangliche Identität verleihen.
Mit „Flight of the Silverbird“ von Two Steps from Hell erklingt ein modernes, episches Werk aus dem Bereich der Trailer- und Filmmusik. Die Komposition zeichnet sich durch ihren kraftvollen Aufbau, breite Klangflächen und eine stetige Steigerung aus, die in einem eindrucksvollen Höhepunkt mündet. Typisch für den Stil des Duos ist die Verbindung von orchestralen Elementen mit modernen, cineastischen Effekten. Das Stück erzeugt eine spannungsgeladene, fast heroische Atmosphäre und entfaltet eine große emotionale Wirkung, die besonders im Blasorchester eindrucksvoll zur Geltung kommt.
Mit „Ich lass los“ (Originaltitel Let It Go) aus dem Film Frozen hält schließlich ein moderner Pop-Balladenhit Einzug ins Programm. Komponiert von Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez, thematisiert das Lied Selbstfindung und innere Freiheit. Die Kombination aus eingängiger Melodie, emotionalem Ausdruck und orchestraler Begleitung hat den Song weltweit bekannt gemacht.
Leichter und verspielter präsentiert sich „Liebe öffnet Türen“ (Original: Love Is an Open Door), ebenfalls aus Frozen. Das Duett zwischen den Figuren Anna und Hans ist im Stil eines klassischen Musicalsongs gehalten. Es besticht durch seinen humorvollen Charakter, schnelle Dialogwechsel und eine eingängige, optimistische Melodie, die zunächst die scheinbar unbeschwerte Beziehung der beiden Figuren unterstreicht.
Einen moderneren, deutschsprachigen Akzent setzt schließlich „So nah“ von Hannah Silberbach. Das Stück bewegt sich im Bereich von Pop und Musical und überzeugt durch seine gefühlvolle Gestaltung. Im Mittelpunkt stehen emotionale Nähe und zwischenmenschliche Verbundenheit, die durch eine ruhige, ausdrucksstarke Melodieführung besonders hervorgehoben werden.
Insgesamt zeigt das Konzertprogramm der Meggener Knappenkapelle eindrucksvoll die Bandbreite moderner Blasorchesterliteratur: von traditionsreichen Märschen über große Filmmusik bis hin zu aktuellen Pop-Arrangements. Gerade diese Mischung macht den besonderen Reiz des Abends aus und verspricht ein abwechslungsreiches und emotionales Konzerterlebnis.
